Geld verdienen mit Ratgebern

Im letzten Virtual Classroom wurde die Frage gestellt, wie können kleine Selbständige im und mit dem Web (2.0) ihr Geld verdienen und müssen weniger ihr Wissen für wenig bis kein Geld anbieten.

In diesem Zusammenhang sind mir irgendwie die für mich ominösen Ratgeber-Seiten im Web eingefallen, die sich zum Teil im Design und inhaltlichen Aufbau sehr ähneln. Die Seite beschreibt oft aus einer persönlichen Sicht ein Problem und wie der Autor zu Lösung gekommen ist. Die Lösung teilt er/sie gern mit allen und zwar in der Regel in Form eines kostenfplichtigen eBooks. Mittlerweile geht es über zu Webinaren und Videokursen und zunehmend werden Social Media Tools wie Youtube, Twitter oder Facebook als Marketingkanal eingebunden.

 

Wieviel Geld sich darüber verdienen lässt, ist schwer einschätzbar. Die Reichweiten sind nicht enorm (siehe http://twitterfollow.eu/+http://geld.helmut-ament.de/+htw-berlin.de+christian..." target="_blank">Alexa) aber dann auch wieder nicht schlecht. Letztendlich ist es für mich nur ein Beispiel wie sich das Netz ohne viel Web-Knowhow nutzen lässt und vielleicht lässt es sich auf andere Kontexte übertragen.

Mit Twitter zum Millionär und die digitale Legende der Webhelden

Immer noch beschäftigen wir uns mit der Frage, wie sich im und mit dem Web 2.0 Geld verdienen lässt. Die technischen Bezahl - oder Einnahmenmodelle sind wir abstrakt durchgegangen und nun steht ein wenig die Frage im Raum: Wer ist Meister seines Faches und hat es mit der ein oder anderen Plattform z.B. wie Second Life geschafft. Denn es gibt ja immer wieder diese kuriosen Entwicklungen - das eine/r scheinbar etwas richtig macht. Wie die Legende von den beiden Jungs, die für das ZDF erst illegal getwittert haben und dann einen festen Job bekamen (dazu gleich später nochmal).

Naheliegend war für mich daher eine Google-Suche mit den Suchworten Twitter und Millionär zu starten. Die Resultate sind genauso wie die Frage. Oben rangierten Twitteraccounts die das Geldverdienen im großen Stil versprechen und hierzu Weisheiten und Seminare anbieten. Dann folgten gleich Pressestimmen zu den Millionen Follewern der Promi-Twitteraccounts. Die Twitterer dahinter verdienen sehr viel anders ihr Geld und Twitter ist "nur" Marketingkanal.

Obwohl es nur die üblichen Verdächtigen sind, ist es wesentlich interessanter sich die Entwicklungen um Twitter herum anzusehen - wie das Geschäftsmodell von Twitter Werbeflächen zu verkaufen, Dienste aufzukaufen um neue Umsatzquellen anzuzapfen (Tweetdeck gehört  jetzt für ca. 27,8 Mio. Euro Twitter Inc.). Gleichzeitig heißt es , dass es dann anderen Diensten wiederum schwer gemacht wird ihr Geschäftsmodell aufrecht zu erhalten.

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Quelle: Blog von Brian Solis

Mit der offenen API ermöglichte Twitter die Entstehung und Entwicklung des Twitterverse und eine Vielzahl von nützlichen Anwendungen etablierte sich um Twitter. Viele davon waren oder sind kostenfrei.
Etliche dieser Anwendungen wurden von Ein-Mann-Teams/kleinen Teams programmiert und einige haben sich über die Zeit etabliert. Einige davon wie Hootsuite (Client) oder Twtpoll sind zum bekannten Freemiummodell übergangen.  Und dann wiederum wenige wie Hootsuite haben ein Affiliate-Programm gestartet, um sich weiterzuverbreiten und des Empfehlungsmarketing zu honorieren.

Wie schon gesagt, alles altbekannte Modelle - Startkapital / Venture Capital aufnehmen und/oder sich Einkaufen lassen, den Service vermarkten über Werbung oder Freemiummodelle und evtl. Empfehlungsmarketing honorieren.

Richtig Geld verdienen dabei sehr wenige - aber sehr viele bauen den Service durch ihr freiwilliges (un)bezahltes Engagement mit auf.  Woher die Motivation dafür kommt - darüber kann ich nur mutmaßen. Möglicherweise liegt es daran,  teilhaben zu können an der digitalen Legende von den Webhelden. Diese ist verbunden mit den Elementen einer guten Geschichte (ich komme zu den beiden Jungs zurück):

 Quelle Basicthinking.com:

  • Kuriosität
  • Herzblut
  • Erfolg
  • Spannung
  • Ungewissheit
  • Happy End
  • Hoffnung

Denn tatsächlich lässt sich manchmal aber wirklich nur manchmal damit Geld verdienen. In der Regel wird ein harter Kampf um´s / im täglichen Geschäft geführt.

Wer wird Millionär bei Second Life?

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Beim Schreiben des Artikels über Alternativwährungen kam die Frage auf: was machen eigentlich die Second Life Millionäre wie die deutsch-Chinesin Ailin Gräf?

Wird in Second Life noch Geld verdient?

Den jüngsten Artikel, den ich dazu gefunden habe war dieser hier auf Vienna Freebies vom 13. März 2010. Meine 3 Favoriten aus dem Bereich "wirklich absurd" der Top 10 Liste zum Geld verdienen in Second Life: Männer, die mit weiblichen Avatar als Escort-Damen arbeiten, Geldbäume für Second Life Neulinge und das Sploder-Glücksspiel.

Ailin Gräf hat übrigens nach der Second Life Million (Gewinne aus virtuellem Land- und Immobilienhandel) 2006 in China ein Unternehmen gegründet, das z.B. virtuelle Firmenauftritte in Second Life und anderen virtuellen Welten wie etwa IMVU gestaltet. Die Gestaltung des Firmenauftritts kostet dann zwischen 5.000 und 10.000 US-Dollar (Quelle: Wikipedia)

Und hiermit schliessen wir das Kuriositäten-Kapitel von Second Life: "Im Dezember 2006 wurde eine Pressekonferenz Ailin Gräfs in Second Life durch fliegende rosafarbene Penisse gestört. Das daraus entstandene Video war auf YouTube zu sehen. In ihrem Interview mit dem Manager Magazin schätzt Gräf, dass Google, Besitzer von YouTube, mit den Werbeeinnahmen durch dieses Video eine halbe Million Dollar verdient hat."

So einfach ist das mit dem Geld verdienen im Web 2.0 ;-)

Geld 2.0 - Alternativwährungen

Das Web 2.0 ist Nährboden für das Entstehen von Alternativwährungen in der virtuellen Welt.

Hier ein paar Konzepte, die mir in den letzten Wochen durch  den Kopf gegangen bzw. über den Weg gelaufen sind:

  • Bei Bitcoins kann ich mir als Verkäufer einen virtuellen Geldbeutel auf meinem Rechner installieren oder ein online Geldbeutel verwenden, um Bitcoins als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Auf dem Bitcoins Wiki kann ich dann selbst nach Dienstleistungen und Produkten suchen und einkaufen gehen. Nicht ersichtlich ist auf den ersten Blick, wie Bitcoins selbst Geld verdient mit dieser Dienstleistung.

  • Ende April 2011 stellte der Chaos Computer Club ein Konzept zur Kulturwertmark vor. Die Kulturwertmark, "eine Art Micropayment-System, soll dem Einzelnen ermöglichen, per Mausclick die Künstlerin oder den Künstler seiner Wahl zu honorieren." Es ist ein Vorschlag für die zukünftige Gestaltung einer gerechteren Bezahlung für Kreative im Web 2.0. Ein Vorschlag, der es sich im Konzeptentwurf zu lesen lohnt.

Und auch im Bereich Social Innovation tut sich was in Bezug auf Alternativwährungen. Hier zeigt sich vor allem, wie nicht mehr das Geldverdienen im Vordergrund steht, sondern der gesellschaftliche Mehrwert, der durch Wissen oder Handlungen entsteht:

  • Oliver Stark ist Gründer des Berliner Internet Start-ups doonited. Er versucht Menschen zu motivieren, jeden Tag eine gute Tat zu tun. Für jede absolvierte gute Tat bekommt der Nutzer einen Tropfen (Drop) auf seinem virtuellen Konto gutgeschrieben. Unternehmen zahlen wiederum einen bestimmten Betrag für jeden Tropfen, der an soziale Initiativen gespendet wird. Doonited finanziert sich selbst über einen kleinen Teil der Unternehmensspenden.
Ach ja, beim Sammeln dieser Links hier fiel mir am Ende ein: was machen eigentlich die Second Life Millionäre wie die deutsch-Chinesin Ailin Gräf? Wird in Second Life noch Geld verdient?

Daraus ist dann gleich ein weiterer Blogartikel entstanden!

Do it yourself: Basic Income

This is a translation of the original German article Grundeinkommen selber machen of a working group within an evideo course at the HTW Berlin - University of Applied Science.

In March 2005, I read about the Basic Income for the first time - it was in the German business magazine brand eins with Götz Werner, the founder of the German drug store chain dm.

I have been fascinated and following the concept of the unconditional Basic Income since then and it has grown into a citizen movement here in Germany.

In a Twitter message from the Center for Social Innovation in Toronto from January 2010, I have discovered this article in The Star, a Canadian daily newspaper.

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In this article, the question was raised why don't we fund social entrepreneurs who improve the city?

The idea to raise a personal self-determined Basic Income using adapted crowdfunding principles (see the prototype of KaosPilot Benjamin here) started working in my head...

In one of the first issues of the enorm magazine, I read at the end of 2010 that Social Entrepreneurs spend 70% of their time on fundraising. The additional time that is needed to create structures and organizations in order to be able to fundraise is unknown to me. However, a fact is that with the above tasks there is only very little time left to work on the social change topic itself!

In May 2011, some members of future@ucation in Berlin met with Maria from the Free Space project in Hugoldsdorf in the north of Germany. In that space, there lives a group of learners who are financing their work that started around the topic of "The School of the Future" with a gifted Basic Income by friends, family and completely unknown supporters. On their website Work is looking for Income you can find more information about their experiences and details on income and expenses: this is Maria's example (in German).

The self-determined Basic Income based on the Hugoldsdorf Model is maybe a first step towards the unconditional Basic Income concept.

Trial and error: I have now one month in order to start a prototype of my self-determined Basic Income. After that my account will be empty and no more paid assignments are in the pipeline.

Will I dare to start this self-experiment?

Bezahlmodelle und die Business Model Canvas

Bei der Beschäftigung mit dem AG Thema - Geld verdienen mit 2.0 im Kurs von eVideo 2.0 - bin ich auf die Website Sicher Erfolg und die folgende Busines Model Canvas gestoßen:

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Der Autor war hier wohl auf einer sehr abstrakten Ebene unterwegs. Zum Beispiel geht er davon aus, dass die Kundenbeziehungen automatisiert ablaufen obwohl Web 2.0 für Autenzität und Dialog steht und Automatisierung nur bedingt funktioniert. Auch bei den Einnahmen stehen nur Fragezeichen und warum das so ist, versuche ich mir wie folgt zu erklären.

Für die Generierung der Einnahmenseite haben sich für die Bezahlmodelle ein paar Quasi-Standards über die Jahre entwickelt wie:

  • Freemium
  • Pay as you Go
  • Paid Content
  • Werbeeinnahmen
  • Crowdfunding
  • Spenden
  • Auktionen
  • ...

Die Quasie-Standards sind nicht nur an das Bezahlmodel gekoppelt sondern auch an die Art des Services z.B. Paid Content ganz klar für Inhalte (Bücher, Zeitungen, Filme etc.) oder Werbeneinblendungen auf einem Service (siehe Googleads oder Facebookads oder oder). Die Quasie-Standards sind aber auch an die Akzeptanz durch sowie an die Erwartungen der NutzerInnen und an die technischen sowie gesetzlichen Möglichkeiten gebunden.


Theoretisch ist das Geld verdienen im Web leicht und wie es so schön heißt "keine Raketenwissenschaft". Aber in der Praxis sieht es dann doch anders aus und ist nicht nur mit dem möglichen Bezahlmodel verbunden sondern eher einer Frage des gesamten Businessmodels, wie es die Canvas schön zeigt und darum bleiben in dem Beispiel so viele Fragezeichen.

Grundeinkommen selber machen

Im März 2005 las ich zum ersten Mal vom Grundeinkommen - es war ein Interview von Gabriele Fischer mit Götz Werner vom dm Drogeriemarkt in der brand eins.

Ich fand das Konzept des bedingunglosen Grundeinkommens von Anfang an faszinierend und verfolgte über die Jahre die Entwicklungen und die Bildung einer Bürgerbewegung, die auch hierzulande aktiv ist.

In einer Twitter-Nachricht des Center for Social Innovation in Toronto entdeckte ich im Januar 2010 diesen Artikel in der kanadischen Tageszeitung The Star. Es wurde über Dave Meslin berichtet, der bei Facebook diese Nachricht postete: 

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Und es wurde im Artikel die Frage gestellt: warum wir als Gesellschaft nicht die Social Entrepreneure finanzieren, die unsere Stadt lebenswerter gestalten?

Die Idee, mir ein persönliches Grundeinkommen mit Hilfe von adaptiertem Crowdfunding (siehe die Geschichte von Benjamin bei den KaosPiloten in diesem Artikel) begann in meinem Kopf zu arbeiten.

In einer der ersten Ausgaben des enorm Magazines las ich Ende 2010, dass Social Entrepreneure 70% ihrer Zeit in Fundraising investieren. Der Zeitaufwand, der benötigt wird, um Organisationen und Strukturen aufzubauen, um Fundraising betreiben zu können, ist mir unbekannt. Fest steht für mich, dass dann für die inhaltliche Arbeit am Thema, was den gesellschaftlichen Wandel hervorbringen soll, dann nur noch ein geringer Prozentsatz übrig bleibt!

Letzte Woche traf sich eine Gruppe von future@ucation mit Maria vom Freiraum Hugoldsdorf in Mecklenburg-Vorpommern. Dort lebt eine Gruppe von Lernenden, die ihre Arbeit seit drei Jahren durch ein Grundeinkommen finanziert, was von Freunden, Familie, aber auch völlig unbekannten Unterstützern getragen wird. Auf ihrer Webseite Arbeit sucht Einkommen wird ihr Konzept reflektiert und Einkommen und Ausgaben offen gelegt: hier das Beispiel von Maria 

Das selbstbestimmte Grundeinkommen nach dem Hugoldsdorfer Model ist vielleicht eine Vorstufe hin zur Entwicklung des bedingungslosen Grundeinkommens. 

Probieren geht über studieren: ich habe nun 1 Monat Zeit, um einen Prototypen für mein selbstbestimmtes Grundeinkommen zu starten. Dann ist mein Konto leer und keine weiteren Honoraraufträge sind in Aussicht.

Werde ich diesen Selbstversuch wagen?

Networked Learning für Social Entrepreneurship

In diesem Artikel werden Lernprozesse aus zwei online Kursen miteinander verknüpft: der Open Course 2011 der Universität Frankfurt am Main hat diese Woche einen Blick hinter die Kulissen gewährt (zum technischen Aufbau und Organisation des Kurses), letzte Woche haben wir uns dort mit Social & Networked Learning beschäftigt und im eVideo Kurs an der HTW Berlin geht es um Business 2.0.

Dieser Blog entstand im Rahmen der Arbeitsgruppe "Geld verdienen".

Zu meinem ersten Blogartikel hier (Was ist Business 2.0?) hat eVideo Kursleiterin Anja den Verweis auf einen ihrer Blogartikel gepostet, der die Fragestellungen zum eVideo Kurs "Business 2.0" beschreibt:

"Auf der anderen Seite können wir gerade hier in Berlin eine recht breite Entwicklung hin zum Social Entrepreneurship identifizieren (...) Leider ist hier m.E. die Anbindung an das grosse soziale Netzwerk des neuen Kulturraums Internet noch nicht so recht geglückt und man wird sehen müssen, welche Aspekte hier für kleine Kreative langfristig von Relevanz sind."

Ich habe mich in den letzten Jahren mit dem Hub Berlin in der Social Entrepreneurship Szene getummelt. Davor war ich mit We Are What We Do und Greenpeace International im Bereich Nachhaltigkeitskampagnen und Umweltaktivismus unterwegs.

Und eine Sache ist mir im Nachhaltigkeitsaktivismus aufgefallen:  durch die Kampagnenarbeit findet gesellschaftlicher Frontalunterricht statt, wo Fakten, Zahlen und emotionales Bildmaterial an Mitmenschen weitergegeben werden, mit der Hoffnung, dass diese gesellschaftlichen Wandel gestalten. Dieser Aktivismus gehört meiner Ansicht nach zum alten System mit Helden als Vorbildern, Hierarchien und 'Wir sind die Guten'-und-'ihr seid die Bösen'-Denken.

Bereits im Jahr 1979 definierte der Club of Rome in Zukunftschance Lernen "gesellschaftliches Lernen" als "ein Sich-Annähern sowohl an das Wissen als auch an das Leben, bei dem der Nachdruck auf der menschlichen Initiative liegt. Es bedarf der Erwerbung und der Anwendung neuer Methoden, neuer Fähigkeiten, neuer Verhaltensweisen und neuer Werte, um in einer sich verändernden Welt bestehen zu können. Lernen ist der Prozess der Vorbereitung auf neue Situationen."

Networked Learning mit Hilfe von Mass Open Online Course (MOOC) Lernprozessen könnte diesen gesellschaftlichen Lernprozess unterstützen.

Beim OpenCourse 2011 sind wir zur Zeit um die 800 Teilnehmer. Was wäre, wenn jeder der Teilnehmer als symbolische Kursgebühr einen Betrag zwischen 10€ und 20€ zahlen würde? Dann wären wir bei Einnahmen zwischen 8000€ und 16.000€ für die Organisatoren und die technische Ausstattung (beim OpenCourse 2011 ein Wordpress-Blog mit Newsletterfunktion und Adobe Connect als Videokursplattform).

Zum Vergleich: wir zahlen im Moment im eVideo Kurs in Berlin, der vom Europäischen Sozialfond gefördert wird 50€ für einen Semesterkurs. Der OpenCourse in Frankfurt ist kostenfrei.

Ein Teil der bezahlten ReferentInnen könnte mit YouTube Videos, Vorträge aus den Reihen der Teilnehmer und Dialogformaten wie OpenSpace-online oder online World Cafés ersetzt.

Was nun den Bereich Social Entrepreneurship angeht, so sind dies Unternehmungen, die gesellschaftlichen Wandel mit unternehmerischen Ansätzen gestalten. In Deutschland sind das zum Beispiel Unternehmen wie co2online oder OpenSpace-online, die sogar auch noch einen Business 2.0 Ansatz haben.

Gerade vor 2 Wochen hatte ich in einer Woche wieder verschiedenste Begegnungen im Bereich Social Entrepreneurship, die mich zum Schreiben dieses Artikels bewogen haben:

Was wäre, wenn im Bereich Social Entrepreneurship Social Media nicht nur als Social Marketing Werkzeug verwendet wird, sondern für Mass Social Learning, mit dem oben genannten Finanzierungsmodel, um gesellschaftlichen Wandel im Bereich Klimawandel, oder Bildung oder alternde Gesellschaft anzustossen und zu gestalten? 

Geld verdienen mit Crowdfunding?

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Diese Woche war Jörg Eisfeld-Reschke von ikosom bei uns im eVideo-Kurs und hat einen Vortrag zu Crowdfunding als Finanzierungsmethode gehalten.

Lässt sich denn mit Crowdfunding auch Geld verdienen?

Der Vortragstitel gibt schon ein bisschen die Richtung vor: Crowdfunding ist eine Finanzierungsmethode. Zur Anschubsfinanzierung. Meist werden Projekte für wenige Wochen auf einer Plattform eingestellt, der Finanzierungszeitraum ist also begrenzt.

Dabei ist der unbezahlte (Zeit)Aufwand für die Kommunikation mit der Community und die Verbreitung des Anliegens nicht zu unterschätzen.

In Deutschland ist Crowdfunding noch in den Kinderschuhen. Seit Oktober 2010 gibt es auch deutschsprachige Plattformen wie startnext, inkubato oder mySherpas.

Crowdfunding Projekte, die ich persönlich interessant fand und die ich unterstützt habe:

- The Cosmonaut, eine Creative Commons Filmproduktion in Spanien, um ein Projekt aus dem Hub Netzwerk (Hub Madrid) zu unterstützen
- Symbionomics - Stories of a New Economy, weil ich das Thema sehr spannend fand und einen der Initiatoren persönlich durch das Hub Netzwerk kenne

...und ein Freund von mir versucht mit Crowdfunding sein Studium bei den KaosPiloten in Dänemark zu finanzieren.

Sehr spannend finde ich auch, wie sich grosse Start-up Projekte wie der Hub Zürich mit einem Crowdfunding-Ansatz über Spenden (Ziel 200.000 CHF) und private Kleinkredite (100.000 CHF) finanzieren wird.

Bei den Social Impact Business Inkubatoren wie The Unreasonable Institute in den USA oder dem Impact Shanghai wird ein Crowdfunding Wettbewerb als "Volksabstimmung" der Förderung und Arbeit im Inkubator vorgeschaltet.