Mit Twitter zum Millionär und die digitale Legende der Webhelden

Immer noch beschäftigen wir uns mit der Frage, wie sich im und mit dem Web 2.0 Geld verdienen lässt. Die technischen Bezahl - oder Einnahmenmodelle sind wir abstrakt durchgegangen und nun steht ein wenig die Frage im Raum: Wer ist Meister seines Faches und hat es mit der ein oder anderen Plattform z.B. wie Second Life geschafft. Denn es gibt ja immer wieder diese kuriosen Entwicklungen - das eine/r scheinbar etwas richtig macht. Wie die Legende von den beiden Jungs, die für das ZDF erst illegal getwittert haben und dann einen festen Job bekamen (dazu gleich später nochmal).

Naheliegend war für mich daher eine Google-Suche mit den Suchworten Twitter und Millionär zu starten. Die Resultate sind genauso wie die Frage. Oben rangierten Twitteraccounts die das Geldverdienen im großen Stil versprechen und hierzu Weisheiten und Seminare anbieten. Dann folgten gleich Pressestimmen zu den Millionen Follewern der Promi-Twitteraccounts. Die Twitterer dahinter verdienen sehr viel anders ihr Geld und Twitter ist "nur" Marketingkanal.

Obwohl es nur die üblichen Verdächtigen sind, ist es wesentlich interessanter sich die Entwicklungen um Twitter herum anzusehen - wie das Geschäftsmodell von Twitter Werbeflächen zu verkaufen, Dienste aufzukaufen um neue Umsatzquellen anzuzapfen (Tweetdeck gehört  jetzt für ca. 27,8 Mio. Euro Twitter Inc.). Gleichzeitig heißt es , dass es dann anderen Diensten wiederum schwer gemacht wird ihr Geschäftsmodell aufrecht zu erhalten.

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Quelle: Blog von Brian Solis

Mit der offenen API ermöglichte Twitter die Entstehung und Entwicklung des Twitterverse und eine Vielzahl von nützlichen Anwendungen etablierte sich um Twitter. Viele davon waren oder sind kostenfrei.
Etliche dieser Anwendungen wurden von Ein-Mann-Teams/kleinen Teams programmiert und einige haben sich über die Zeit etabliert. Einige davon wie Hootsuite (Client) oder Twtpoll sind zum bekannten Freemiummodell übergangen.  Und dann wiederum wenige wie Hootsuite haben ein Affiliate-Programm gestartet, um sich weiterzuverbreiten und des Empfehlungsmarketing zu honorieren.

Wie schon gesagt, alles altbekannte Modelle - Startkapital / Venture Capital aufnehmen und/oder sich Einkaufen lassen, den Service vermarkten über Werbung oder Freemiummodelle und evtl. Empfehlungsmarketing honorieren.

Richtig Geld verdienen dabei sehr wenige - aber sehr viele bauen den Service durch ihr freiwilliges (un)bezahltes Engagement mit auf.  Woher die Motivation dafür kommt - darüber kann ich nur mutmaßen. Möglicherweise liegt es daran,  teilhaben zu können an der digitalen Legende von den Webhelden. Diese ist verbunden mit den Elementen einer guten Geschichte (ich komme zu den beiden Jungs zurück):

 Quelle Basicthinking.com:

  • Kuriosität
  • Herzblut
  • Erfolg
  • Spannung
  • Ungewissheit
  • Happy End
  • Hoffnung

Denn tatsächlich lässt sich manchmal aber wirklich nur manchmal damit Geld verdienen. In der Regel wird ein harter Kampf um´s / im täglichen Geschäft geführt.